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F&S |
Werbemeister - Meisterwerbung |
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Jenseits aller Worte wohnt der heilende Klang
Piano: Wolf Bergelt
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Der Grund für Liebesschmerz ist, nicht zurückgeliebt zu werden, wie wir es wünschen. Wir wollen die Liebe des Anderen, wenn wir ihm sagen, dass wir ihn lieben (anstatt es einfach zu tun und ihn bei sich zu lassen). Und wehe, er gibt uns seine Liebe nicht. Dann sind wir die Verletzten. Gibt es unter diesem Aspekt etwas Fataleres als eine Liebeserklärung? Da stellt sich jemand hin und sagt "Ich liebe dich" in der Erwartung, dass der Andere in dem Moment dasselbe fühlt. Und wenn der Andere das nicht empfinden kann, haben beide ein riesiges Problem: der "Liebende" mit seiner aus allen Poren schwitzenden Erwartung (die zweifellos Erfülltheit ist) und der Andere (der die Erwartung sieht, aber als unerträgliche Zumutung wahrnimmt) mit seiner Flucht.
Im schöpferischen Akt wächst uns Erkenntnis aus der Zukunft zu,
die wir allein im Gestern niemals finden können, weil wir in der
fortwährenden lauschenden Auseinandersetzung des schaffenden Willens mit dem
eben Geschehenen einer Welt ansichtig werden, die den Sinnen sonst verborgen
bleibt. Wenn wir das freie, kreative Glückskind in uns leben lassen,
werden wir gut. Wenn wir angepasst Entfremdungsmustern folgen, werden wir
böse. Das Böse ist der gestaute Fluss in uns, der wieder lebensliebend
fließen will. Jeder Augenblick ist ein ganz großer Moment. Wenn wir gelernt haben, diese Kontinuität des Empfindens aufrecht zu erhalten, haben wir das Bewußtsein erlangt, was uns hinüber trägt. Jeder, der seinem eigenen Stern zu folgen beginnt, beginnt auch
die Relativität irdischer Gesetze zu ahnen, besonders dann, Die Revolution von heute liegt in der Fähigkeit, auf liebevolle
Weise kriminell zu werden, wo das Unrecht rechtmäßig ist. Die Wahrnehmung der Zeit entsteht in der fortwährenden Begegnung
des Vergehenden mit dem Vergangenen in uns. Das, was wir zu sein scheinen, ist das Gewesene. Das, was wir
heute wesen, wird künftig erscheinen. Kirchen sterben immer dann, wenn sie echte Religiosität nicht mehr verhindern können. Ich bin zu ungeduldig auf das Große, als das ich nicht beharrlich
auf es warten könnte. Atheist sein heißt, Gott zurückgeben, was ihm die Blindgläubigen
genommen haben. Immer, wenn man "Gott" etwas Arbeit abnimmt, beginnt es ihn zu geben. Jeder von uns ist eine offene Wunde, die liebend geschlossen sein will. Wesentliches
wird nicht diskutiert, sondern in Taten ausgesprochen. Wer ein Programm hat, verfehlt die Wirklichkeit. Selbstgeburt findet in der Begegnung statt. Herzgeist ... Herzgeist
© der vorstehenden Texte bei Wolf Bergelt /Bergelt-Buch |